Die TMX Schmerzwelt – Der menschliche Fuss

ALLES WISSENSWERTE RUND UM DEN FUSS

Unsere Füsse sind ein Meisterwerk! In unseren Füssen befinden sich mehr Sinneszellen als in unserem Gesicht. Wer hätte das gedacht?! Füsse sorgen für Stütze, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Doch oft zwängen wir sie in viel zu enge Schuhe und schenken ihnen kaum Aufmerksamkeit.


Der menschliche Fuss ist ein ausgeklügeltes Meisterwerk


Auf dieser Seite erfährst du viel Wissenswertes über ein Meisterwerk der Evolution – den menschlichen Fuss! Wie er sich entwickelt hat, wie er gebaut ist, aber auch, wie anfällig für Verleztungen er wirklich ist.



Hand aufs Herz – hast Du schon einmal darüber nachgedacht, welche Tortur wir unseren Füssen jeden Tag zumuten? Viele Jahre lang tragen sie selbst den bequemsten Zeitgenossen Tausende Schritte zuverlässig durch den Alltag. Wir gehen, rennen, springen, tanzen, balancieren auf ihnen. Und vieles mehr.

Unsere Füsse leisten Schwerstarbeit, aber wir sind uns dessen kaum bewusst. Dabei sind sie viel mehr als nur eine einfache Plattform, so können Schmerzen im Fuss durch verschiedene Ursachen wie Fehlbelastungen, Verletzungen oder Fussdeformitäten schneller entstehen, als man denkt. Tausende Nervenenden und Sensoren an den Sohlen der Füsse melden jedes kleine Steinchen in den Schuhen, machen jeden Schritt über spitze Kiesel zu einem Eiertanz und den Spaziergang am Strand zu etwas sehr Entspannendem.


WISSENSWERTES ÜBER DEN FUSS


Unsere Füsse sind beeindruckend komplex konstruiert. Fast 30 Knochen beinahe 30 Gelenke und 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen machen sie zu einem ausgeklügelten Meisterwerk. Dabei ist der menschliche Fuss noch gar nicht so alt. Erst im Laufe der Entwicklung des aufrechten Ganges haben unsere Füsse ihre menschlichen Züge angenommen.


Die Evolution des Fusses


Dieser Prozess war mit einigen Herausforderungen verbunden. So lagert unser gesamtes Körpergewicht nur noch auf zwei Füssen statt auf vier. Der Körperschwerpunkt hat sich dadurch verlagert, das Halten des Gleichgewichts wurde deutlich komplizierter. Heute sind unsere Füsse diesen Herausforderungen ausgezeichnet gewachsen. Vor allem das Fersenbein, ein Knochen in der Fusswurzel, hat sich in den vergangenen paar Millionen Jahren extrem verändert und ist ausgesprochen wichtig für den aufrechten Gang

BESTANDTEILE DES FUSSES


Um den Aufbau der Füsse für die Erklärung zu vereinfachen, werden in der Literatur unterschiedliche Einteilungen verwendet. Wir versuchen dir die verschiedenen Einteilungen näherzubringen und mögliche Unklarheiten zu beseitigen. Die Abschnitte des Fusses werden in VorFuss, MittelFuss und RückFuss eingeteilt. Durchaus kann auch nur in VorFuss und RückFuss eingeteilt werden. Dies sind allerdings oftmals Befindlichkeiten der einzelnen Autoren. Unsere vorher genannte Einteilung bezieht sich auf klinische und funktionelle Gesichtspunkte.

Eine weitere Einteilungsmöglichkeit ist der anatomische Gesichtspunkt. Dieser teilt den Fuss in Antetarsus (VorFuss), Metatarsus (MittelFuss) und Tarsus (Fusswurzel) ein. Dabei wird der Fuss von vorne nach hinten in drei Abschnitte der systematischen Anatomie eingeteilt. Somit solltest du nun einen Überblick über die unterschiedlichen Begriffe haben und kannst dich grundsätzlich besser in Bezug auf deine Füsse orientieren. Unser Fuss ist über das Sprunggelenk (Articulatio talocruralis) mit den Unterschenkelknochen, Schienbein (Tibia) und Wadenbein, verbunden.


Bestandteile des Fusses


 DIE FUSSWURZEL 


Die lateinische Bezeichnung für diesen Abschnitt lautet Tarsus. Die Fusswurzel besteht aus sieben Fusswurzelknochen. Der wohl bekannteste Teil dieser Fussknochen ist das Fersenbein (Os calcaneus) und dem darüber gelegenen Sprungbein (Talus). Diese beiden Knochen bilden das untere Sprunggelenk und die sogenannten Fussknöchel in der Anatomie. Die restlichen Fusswurzelknochen tragen die Namen Würfelbein (Os cuboideum), Keilbeine (Ossa cuneiformia) und Kahnbein (Os naviculare). Das Os steht bei diesen Bezeichnungen für Knochen und Ossa betitelt, eine Mehrzahl an Knochen.


Bestandteile des Fusses – Die Fusswurzel


 DER MITTELFUSS 


Der MittelFuss (Metatarsus) mit seinen fünf MittelFussknochen (Ossa Metatarsalia) stellt den mittleren Teil des Fusses dar. Dieser Abschnitt kann auch von einem Laien gut ertastet werden. Dieser Abschnitt stellt die Verbindung zwischen dem VorFuss und dem RückFuss dar und dient als knöcherne Struktur der Fusswölbung. Jede Verbindung zu anderen Knochenelementen wird als Gelenk bezeichnet, mit der dazugehörigen Gelenkfläche. Schmerzen in den Füssen können in diesem Bereich auftreten, insbesondere durch Verletzungen, Belastung oder Bewegungseinschränkungen.


Bestandteile des Fusses – Der MittelFuss


 DER VORFUSS


Im Vorfussbereich befinden sich insgesamt vierzehn Zehenknochen. Der erste Zehnenstrahl besteht aus zwei Elementen. Alle anderen Zehen (Digiti pedis) umfassen drei Teile. Wie auch in den vorangegangenen Abschnitten befindet sich zwischen jedem Knochen ein Gelenk. Sie stellen das Ende des Fusses dar und bieten eine Vielzahl an Funktionen. Die Eigenschaften sind ähnlich unseren Händen.


Bestandteile des Fusses – Der VorFuss


Das Skelett des Fusses besteht aus 26 Knochen. Zusammen befindet sich in beiden Füssen ein Viertel aller Knochen unseres Körpers. Bei einem Blick auf das Skelett des Fusses fällt etwas ganz Entscheidendes auf: Im hinteren Abschnitt des Fusses liegen die Knochen übereinander, im mittleren und vorderen Bereich dagegen nebeneinander. Dadurch entsteht auf der Innenseite des Fusses ein ausgeprägtes Längsgewölbe und im hinteren MittelFuss ein von innen nach außen verlaufendes Quergewölbe. Diese Gewölbe werden durch Muskeln verspannt und durch Bänder und Sehnen stabilisiert. Die Fusswurzeln spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie die Zehen formen und das Körpergewicht unterstützen. Dank dieser Form liegen gesunde Füsse niemals mit der gesamten Fläche auf. Nur deshalb kann das Körpergewicht erstklassig verteilt werden. So sind die Gewölbe hervorragende Stoßdämpfer.


Fussgewölbe


Einer der bedeutendsten  ECKPFEILER  DES FUSSES

Das Großzehengrundgelenk ist einer der wichtigsten Eckpfeiler für Druck und Kraftverteilung unseres Körpergewichtes während des Ganges.


Das Großzehengrundgelenk


Hier brauchen wir eine sehr stabile und robuste Anatomie des Fusses. Diese enormen Kräfte müssen neben einem starken Gelenk und Bänder, von Muskulatur ausgeglichen und verarbeitet werden. Der wichtigste Part in diesem Falle, übernimmt der Muskulus flexor hallucis brevis, zu Deutsch der kurze Großzehenbeuger.


M. Flexor Hallucis Brevis


Dieser Muskel in seiner heldenhaften Arbeit schützt mit seiner Funktion das Großzehengrundgelenk von den enormen Krafteinwirkungen, die bei jedem einzelnen Schritt in das Großzehengrundgelenk einwirken.

WENN DIE  ÜBERBELASTUNG  DROHT

Wenn nun durch hohes Schuhwerk, zu engen Schuhen oder Überbelastungen durch zu viel Sport oder Übergewicht sich die Statik des Fusses negativ verändert, muss der kurze Großzehenbeuger M. flexor hallucis brevis diese starken Krafteinwirkungen durch ständiges Kontrahieren „Anspannen“ des Muskels kompensieren. Nach Monaten und Jahren wird die kompensatorische muskuläre Anspannung nicht mehr Stand halten und der Muskel fängt langsam an zu degenerieren. Der Muskel wird immer fester und bekommt hohe Verspannungen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass das Großzehengrundgelenk den enormen Kräften pro Schritt ausgeliefert ist. Das Resultat am Ende des Tages sind Schmerzen im Großzehengrundgelenk bis hin zur Arthrose – der sog Hallux rigidus entsteht. Entzündungen schleichen sich ein, es entstehen Fussschmerzen und das Gelenk degeneriert vor sich hin. Zudem können sich weitere Deformitäten, wie das bekannte Krankheitsbild, der Hallux valgus einschleichen.

Thomas erklärt dir in diesem Video, was du gegen Hallux Valgus und Hallus Rigidus tun kannst

Wie zum Beweis ist das Fussgewölbe beim Schimpansen viel flacher ausgeprägt. Kein Wunder, denn diese Tiere gehen viel seltener aufrecht und brauchen deshalb auch weit weniger Dämpfung unter den Füssen. Leider sind heutzutage bei vielen Menschen die Fussgewölbe mehr oder weniger deformiert, was im Laufe der Zeit zu Schmerzen im Fuss führen kann. Das kann bei Übergewicht passieren oder auch bei einer untrainierten Fussmuskulatur. Besonders weit verbreitet sind Senk- und PlattFüsse.

Wenn wir nun unsere tausenden Schritte am Tag vollziehen, haben unsere Beine unterschiedliche Gangphasen. Die eine ist die Schwungphase, das ist der Moment, wo ein Bein während des Schrittes nach vorne komplett in der Luft nach vorne schwingt. Das andere Bein hingegen ist zeitgleich der stabile Anker und hat mit dem Fuss Bodenkontakt und ist somit in der Standbeinphase.

Doch aufgepasst, wenn sich ein Bein in der Standbeinphase befindet und das andere Bein komplett in der Schwungphase ist, orientiert sich die komplette Körperschwere auf den VorderFuss des Standbeines. Hier haben wir pro qcm eine enorme Krafteinwirkung im Bereich des Großzehengrundgelenkes.

Die Gangphasen des Menschen

WIE HALTEN WIR DEN BELASTUNGEN STAND

Die Sohle unserer Füsse ist eine ganz erstaunliche Konstruktion. In ihr befindet sich ein Fettpolster. Dieses ist enorm wichtig, um die Belastungen beim Gehen und Rennen abzufedern. So wird diese Schicht beim Gehen zum Beispiel unter der Ferse auf die Hälfte zusammengedrückt. Das Fett ist in spezielle, einzelne Kammern eingeschlossen, aus denen es nicht heraus kann. Eine häufige Ursache für Fussschmerzen können daher immer auch anatomische Probleme sein, die durch die Struktur und Funktion dieser Kammern beeinflusst werden können. Ganz entscheidend für einen schmerzfreien Gang: Die einzelnen Kammern können sich gegeneinander verschieben. Zum Glück, denn sonst würde die Sohle bei einer Belastung verrutschen.


Das Fettgewebe des Fusses


Bei unseren Vorfahren hatte die Fusssohle noch ständig direkten Kontakt zum Untergrund. Doch heute sind wir viel zu selten barFuss unterwegs. Dabei wäre das optimal. Denn ohne Schuhe wird die Belastung beim Gehen gleichmäßig und harmonisch über den ganzen Fuss verteilt. Wie eine Welle läuft sie von hinten nach vorne durch den kompletten Fuss.

Dabei rollen wir bis weit in die Zehen ab. Alle 60 Muskeln und alle 214 Sehnen sind im Einsatz und ermöglichen uns so eine weiche, flexible Bewegung. Genau das wird in Schuhen oft verhindert. Das Problem dabei: Viele Schuhe stützen den Fuss viel zu sehr. Muskeln und Sehnen werden nicht mehr gefordert und drohen zu verkümmern. Deformationen wie Senk- und PlattFüsse sind oft die Folge. Das automatische Abrollen der Fusssohle ist für Erwachsene völlig selbstverständlich. Doch kleine Kinder müssen es erst lernen. In den ersten Lebensjahren setzen sie ihre Füsse immer fast mit der ganzen Fläche gleichzeitig auf. Erst im Alter von zehn Jahren kann der Nachwuchs so richtig laufen wie die Großen. Bis dahin “platschen” alle Kinder mehr oder weniger durchs Leben.

 

Thomas erklärt dir in diesem Video, was du gegen Hohlfuss und Plattfuss tun kannst


MUSKULATUR DES MENSCHLICHEN FUSSES


Die menschliche Fussmuskulatur spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität, Beweglichkeit und Funktion des Fusses. Sie besteht aus mehreren kleinen Muskeln, die in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Die intrinsischen Muskeln, die sich ausschließlich im Fuss befinden, und die extrinsischen Muskeln, die ihren Ursprung im Unterschenkel haben und ihre Sehnen bis in den Fuss reichen. Diese Muskulatur ist verantwortlich für Bewegungen wie das Abrollen des Fusses beim Gehen, das Greifen und Halten von Gegenständen mit den Zehen und die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.

Die intrinsischen Muskeln des Fusses sind in vier Schichten unterteilt. Die oberste Schicht besteht aus dem Musculus abductor hallucis, dem Musculus flexor digitorum brevis und dem Musculus abductor digiti minimi. Diese Muskeln helfen beim Abspreizen der Großzehe und des kleinen Zehs sowie beim Beugen der Zehen.


Musculus abductor hallucis, dem Musculus flexor digitorum brevis und dem Musculus abductor digiti minimi


Die mittleren Schichten enthalten Muskeln wie den Musculus quadratus plantae und die Lumbricales, die die Beugung und Streckung der Zehen unterstützen.


Musculus quadratus plantae und die Musclui Lumbricales Pedis


Die tiefsten Schichten umfassen Muskeln wie den Musculus interossei, die für das Spreizen und Zusammenziehen der Zehen verantwortlich sind.


Musculus interossei dorsales pedis


Die extrinsischen Fussmuskeln hingegen haben ihren Ursprung im Unterschenkel und setzen am Fuss an. Zu den wichtigsten gehören der Musculus tibialis anterior, der Musculus gastrocnemius und der Musculus soleus.


Musculus tibialis anterior, der Musculus gastrocnemius und der Musculus soleus


Diese Muskeln ermöglichen Bewegungen wie das Heben des Fusses (Dorsalflexion) und das Senken des Fusses (Plantarflexion). Insbesondere der Musculus gastrocnemius und der Musculus soleus bilden zusammen den Wadenmuskel, der über die Achillessehne mit dem Fersenbein verbunden ist und eine wesentliche Rolle bei der Fortbewegung spielt.

Die Bedeutung der Fussmuskulatur geht jedoch über einfache Bewegungsabläufe hinaus. Sie trägt wesentlich zur Stabilität des Fussgewölbes bei und hilft, das Körpergewicht gleichmäßig zu verteilen, was Verletzungen und Fehlstellungen vorbeugt. Eine gut trainierte Fussmuskulatur kann daher nicht nur die Leistungsfähigkeit beim Sport steigern, sondern auch die allgemeine Mobilität im Alltag verbessern. Übungen zur Kräftigung der Fussmuskulatur, wie Zehenheben, Greifübungen mit den Zehen und das Balancieren auf unebenem Untergrund, können dazu beitragen, die Fussgesundheit langfristig zu fördern.

 

 DIE FUSS SEHNEN 

Die Sehnen des Fusses spielen eine wesentliche Rolle für die Funktion und Stabilität des menschlichen Bewegungsapparates. Sie verbinden die Muskeln des Unterschenkels mit den Knochen des Fusses und ermöglichen so die Bewegung und Flexibilität des Fusses. Die wichtigsten Sehnen des Fusses sind die Achillessehne, die Sehnen der Zehenbeuger und -strecker sowie die Sehnen der Peronealmuskeln. Diese Sehnen arbeiten zusammen, um die komplexen Bewegungen des Gehens, Laufens und Springens zu ermöglichen.

Die Achillessehne, auch Tendo calcaneus genannt, ist die stärkste und dickste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet den Wadenmuskel (Musculus gastrocnemius) und den Schollenmuskel (Musculus soleus) mit dem Fersenbein (Calcaneus).


Tendo calcaneus – Die Achillessehne


Diese Sehne ist entscheidend für die Plantarflexion des Fusses, also die Bewegung des Fusses nach unten, die besonders beim Laufen, Springen und Stehen auf den Zehenspitzen benötigt wird. Aufgrund ihrer hohen Belastung ist die Achillessehne jedoch auch anfällig für Verletzungen wie Entzündungen oder Risse.

Neben der Achillessehne sind auch die Sehnen der Zehenbeuger und -strecker von großer Bedeutung. Die langen Beugesehnen (Flexoren) wie der Musculus flexor hallucis longus und der Musculus flexor digitorum longus ermöglichen das Beugen der Zehen, was wichtig für das Greifen und Abstoßen des Fusses vom Boden ist.


der Musculus flexor digitorum longus


Die langen Strecksehnen (Extensoren) wie der Musculus extensor hallucis longus und der Musculus extensor digitorum longus hingegen sorgen für das Strecken der Zehen und tragen zur Dorsalflexion des Fusses bei, also der Bewegung des Fusses nach oben.

Die Peronealsehnen, bestehend aus der Sehne des Musculus peroneus longus und des Musculus peroneus brevis, verlaufen entlang der Außenseite des Unterschenkels und Fusses. Sie stabilisieren den Fuss und unterstützen die Eversion, also die Drehung des Fusses nach außen. Diese Sehnen sind besonders wichtig, um das Sprunggelenk vor Umknicken zu schützen und die Balance zu halten. Durch ihre Lage und Funktion sind sie jedoch ebenfalls anfällig für Überlastung und Verletzungen, besonders bei sportlichen Aktivitäten, die plötzliche Richtungswechsel erfordern.



 BANDAPPARAT UND FUSSGELENKE 


Die Bänder des menschlichen Fusses sind entscheidende Strukturen, die Stabilität und Beweglichkeit gewährleisten. Diese Bänder bestehen aus robustem, faserigem Bindegewebe und verbinden Knochen miteinander, wodurch sie die Gelenke stabilisieren. Zu den wichtigsten Bändern gehören das Ligamentum deltoideum (Deltaband), das Ligamentum calcaneofibulare und das Ligamentum talofibulare anterius.


Ligamentum deltoideum (Deltaband) – Bandapparat der Fussinnenseite
Das Ligamentum calcaneofibulare und das Ligamentum talofibulare anterius – Bandapparat der Fussaussenseite


Diese Bänder arbeiten zusammen, um den Fuss in Position zu halten und übermäßige Bewegungen, die zu Verletzungen führen könnten, zu verhindern.

Das Ligamentum deltoideum befindet sich an der Innenseite des Knöchels und verbindet den Innenknöchel mit verschiedenen Knochen des Fusses, einschließlich des Fersenbeins und des Kahnbeins. Es besteht aus mehreren Teilbändern und ist eines der stärksten Bänder des Fusses.


Das Ligamentum deltoideum


Dieses Band spielt eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung des Sprunggelenks und verhindert das Überdrehen des Fusses nach außen.

Auf der Außenseite des Knöchels finden sich das Ligamentum calcaneofibulare und das Ligamentum talofibulare anterius.


Ligamentum calcaneofibulare und das Ligamentum talofibulare anterius


Diese Bänder sind anfälliger für Verletzungen, insbesondere bei Umknickbewegungen. Das Ligamentum calcaneofibulare verläuft vom Außenknöchel zum Fersenbein und unterstützt das äußere Sprunggelenk. Das Ligamentum talofibulare anterius verbindet den Außenknöchel mit dem Sprungbein und ist das am häufigsten verletzte Band bei Verstauchungen, da es bei übermäßiger Plantarflexion und Inversion des Fusses stark beansprucht wird.



DIE FASZIE - FUSSFASZIE UND VERLETZUNGEN

Viel diskutiert und manch ein Wissenschaftler hat sich ganz diesem Gebiet verschrieben. Hat die Faszie, die Fussfaszie, die sich an der Unterseite des Fusses befindet, eine wesentliche Funktion. Sie trägt den Namen Plantarfaszie und gibt deiner gesamten Fusssohle Halt und Stabilität. Die Plantarfaszie oder auch Sehnenplatte betitelt ist vorne mit den Zehen verbunden und grenzt hinten an das Fersenbein (Calcaneus) mit seinem Sehnenansatz. In der Anatomie des Fusses wird für diese Faszie auch der Begriff Plantaraponeurose verwendet.


Die Plantarsehne


Das Verspannungssystem des Längsgewölbes bekommt mit der Plantarfaszie einen weiteren Bestandteil dazu. Das Lig. plantare longum und das Lig. calcaneonaviculare plantare (Pfannenband) komplettieren das ligamentäre Längsverspannungssystem.


Das Ligamentum plantare longum und das Ligamentum calcaneonaviculare plantare

 

URSACHEN FÜR FUSSSCHMERZEN


Es gibt eine Vielzahl von orthopädischen Krankheitsbildern und Symptome im Bereich Fuss. Neben den klassischen degenerativen Erkrankungen des Fusses, spielen selbstverständlich auch funktionelle Störungen eine große Rolle. Die Ursachen für Fussschmerzen sind vielfältig und können dermatologische Probleme, Störungen am Bewegungsapparat, Stoffwechselerkrankungen und Durchblutungsstörungen umfassen. Spezifische Bedingungen wie Gicht können ebenfalls zu Fussschmerzen führen.

In der alltäglichen Praxis zeigt sich, dass aus chronischen manifestieren myofaszialen (muskulären, faszialen) Schmerzsyndrome, Degenerationen, schlecht therapiebare Entzündungen und ein erhöhtes Risiko für Verletzungen entstehen.



Thomas Marx TMX Gründer, Trigger Experte, Physiotherapeut, Osteopath

Es ist es uns ein Anliegen, dass du nicht nur, wenn es zu spät ist und der Schmerz dich zur Eigenbehandlung auffordert, sondern dass du deine Füsse vorbeugend pflegen solltest, um Schmerzsyndrome oder Fuss Krankheitsbilder erst gar nicht entstehen zu lassen. Falls es doch dazu kommen sollte, ist die richtige Behandlung von Fussschmerzen entscheidend.

Thomas Marx
Gründer von TMX®, Physiotherapeut, Osteopath

Zitat Thomas Marx ende

 

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