Fersenschmerzen nach dem Aufstehen

Du hast Schmerzen in der Ferse? Bereits morgens nach dem Aufstehen? Bei längerem Sitzen oder bei starker Beanspruchung? Das ist ganz typisch für einen Fersensporn. Wir von TMX® erklären dir, was du dagegen tun kannst.

Voraussetzung für die Durchführung der folgenden Anwendungen ist, dass es keine Kontraindikationen in Bezug auf deinen körperlichen Zustand gibt - lass dies im Zweifelsfall von einem Facharzt abklären, bevor du mit den jeweiligen Übungen beginnst.

Morgendliche Schmerzen beim Auftreten

Die wahrscheinlichste Ursache für Fersenschmerzen beim Aufstehen ist eine Plantarfasziitis - eine Entzündung der so genannten Plantarfaszie. Die Plantarfaszie ist ein langes, flexibles Bindegewebsband an der Unterseite des Fußes, das vom Zehenansatz bis zur Ferse reicht und komplexe Aufgaben zu erfüllen hat. So hält sie zum Beispiel das Fussgewölbe in Form, verteilt das Gewicht beim Gehen gleichmäßig auf die gesamte Sohle und hilft uns, den Fuß beim Auftreten vom Boden zu lösen.

Und genau an dieser Stelle liegt das Problem: Die Plantarfaszie wird so stark beansprucht, dass sie nachlässt. Im Laufe der Jahre (oder durch Überbeanspruchung beim Sport) kann sie sich überdehnen. Wenn man ihr nicht genug Zeit gibt, sich zu erholen, entzündet sie sich. Die Folge ist dann eine Entzündung der Plantarfaszie. Diese Entzündung und die damit verbundenen Schmerzen treten am häufigsten an der Unterseite der Ferse auf, wo die Faszien am Fersenbein ansetzen.

Fersensporn - Was ist das?

Bei einem Fersensporn handelt es sich um eine Verkalkung im Bereich des Ansatzes der Fußsohlensehne (Plantarfaszie) am Fersenbein. Die Ursache der Beschwerden ist eine Entzündung der Fußsohlensehneund ihres Ansatzes, die über einen längeren Zeitraum bestanden hat. Der Fersensporn hat zwei unterschiedliche Ausprägungsarten.

Der untere Fersensporn: Er wird an der Unterseite des Fersenknochens, dem Fersenbein, gebildet. Die Sehnenplatte (Plantarfaszie), die vom Fersenbein (Calcaneus) zu den Zehen verläuft, wird bei erhöhter Spannung im Bereich der Fußsohle stark gedehnt. Zur Entlastung des Zuges und zur Verkürzung der Sehnebildet der Fuß an dieser Stelle einen kleinen knöchernen Fersensporn. Man spricht vom sogenannten plantaren Fersensporn.

Den oberen Fersensporn: Aber auch die Sehne zwischen Fersenbein und Wadenmuskel, die Achillessehne, kann zu stark belastet werden. In diesem Fall bildet sich der Fersensporn eher an der Oberseite des Hinterfusses, genauer gesagt am Sehnenansatz der Achillessehne. In diesem Fall spricht man von einem dorsalen Fersensporn (Fersensporn dorsalis calcanei).

Um einen solchen Fersensporn vorzubeugen, empfehlen wir die Anwendung unseres TMX® META FUSSTRIGGER. So können Muskelverspannungen einfach und effektiv durch punktuelle, langanhaltende und tiefe Akupressur gelöst werden. Der TMX® META FUSSTRIGGER kann an jedem individuell schmerzhaften Punkt am Fuß angewendet werden. Eine Intensivierung des Trainings ist bereits durch kleinste Verschiebungen und Drehungen möglich.

Ursachen - Wie entstehen Schmerzen an der Ferse?

Überbeanspruchung: Durch häufige und langandauernde Überbeanspruchung der Plantaraponeurose (Sehnenplatte an der Fußsohle), die das Fußgewölbe stützt, kann es zu Mikroverletzungen kommen. Diese entzünden sich und verursachen Kalkeinlagerungen an der Ferse.

Biomechanik des Fusses: Die Plantaraponeurose kann durch Fehlstellungen des Fusses überlastet werden, z. B. durch Plattfüsse oder übermässige Pronation (Einwärtsrollen des Fusses beim Gehen).

Falsches Schuhwerk: Die Wahrscheinlichkeit, einen Fersensporn zu bekommen, kann durch ungeeignetes Schuhwerk, insbesondere durch Schuhe ohne ausreichende Dämpfung oder Unterstützung des Fussgewölbes, erhöht werden.

Übergewicht (Adipositas): Zu hohes Körpergewicht kann zu einer enormen Belastung der Plantaraponeurose und damit zu einem gesteigerten Risiko für Entzündungen und Kalkablagerungen an der Ferse führen.

Aktivitäten, die zu einer starken Überlastung der Füsse führen: Sportarten oder Aktivitäten, die eine wiederholte und intensive Belastung der Füsse erfordern, wie z. B. Laufen oder Springen, können das Risiko eines Fersensporns erhöhen. Wichtig ist, dass nicht alle Personen mit diesen Faktoren Fersensporne entwickeln, und die genaue Entwicklung kann individuell verschieden sein.

Neben dem Fersensporn können auch andere Erkrankungen wie eine Entzündung der Sehnenplatte (Plantarfaszie) unter dem Fuß (Plantarfasziitis) oder ein eingeklemmter Nerv die Ursache für Fersenschmerzen sein. Wir empfohlen dir, für eine Diagnose immer einen Arzt aufzusuchen.

Risikofaktoren für einen Fersenschmerzen

In Mitteleuropa ist der Fersensporn mit knapp 16 Prozent die häufigste Ursache für Schmerzen im Fersenbereich. Rund 10 Prozent aller Deutschen leiden einmal im Leben unter diesen Beschwerden. Als Faktoren, die die Bildung eines Sporns begünstigen, wurden in Studien u.a. nachgewiesen

  • Fehlbelastung der Füsse
  • Fehlstellungen der Füsse (Platt-, Senk- und Hohlfüße)
  • unterschiedlich lange Beine (Beinlängendifferenz)
  • eine verkürzte Achillessehne
  • plötzliche Gewichtszunahme
  • Übergewicht
  • Fehler im Training (falsche Lauftechnik, zu schnelle Steigerung der Laufstrecke, -geschwindigkeit oder -dauer)

Du kannst das Problem an der Wurzel packen und linderst nicht nur deine Fusssymptome mit dem TMX®-Wissen und unserer TMX®-Trigger- oder Akupressurmethode. Wir arbeiten an den tieferen Faszien, den Septen, wo die meisten Faszienverklebungen entstehen. Mit dem TMX® META FUSSTRIGGER ist es dir möglich, Schmerzen in deinen Füssen schnell in den Griff zu bekommen. Besonders zur Lösung von Verspannungen oder Blockaden im Fußbereich eignet sich unser Fusstrigger und Fussmobilisator.

Welche Behandlungen gibt es gegen Schmerzen in der Ferse

Wie ein Fersensporn am besten zu behandeln ist, hängt von der Schwere und den individuellen Bedürfnissen ab. Hier einige Möglichkeiten:

Konservative Maßnahmen

Fokussiere dich auf Ruhe und Entlastung. Aktivitäten, die den Fuß belasten, reduzieren und langes Stehen sollten vermieden werden. Durch die Hilfe regelmäßiger Dehneinheiten der Plantaraponeurose und der Wadenmuskulatur können Spannung reduziert werden. Die Anwendung von Eis kann zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen beitragen. Lege das Eis mit Hilfe eines Tuchs auf die betroffene Stelle, aber nicht direkt auf die Haut.

Medikamente

Schmerzen und Entzündungen der Plantarfaszie können durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen gelindert werden. Eine weitere hilfreiche Behandlungsmethode sind Cremes zur lokalen Anwendung. Besonders entzündungshemmende Cremes oder Salben können zur lokalen Anwendung auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden.

Orthopädische Hilfsmittel

Zur Korrektur von Fussfehlstellungen und zur Entlastung der Fersenschmerzen können speziell angefertigte orthopädische Einlagen eingesetzt werden. Zusätzlich können Fersenkissen genutzt werden. Diese weichen Kissen können zur Druckentlastung der Ferse eingesetzt werden.

Außerdem bietet unser Fusstrigger die perfekte Ergänzung zu den Einlagen: In der physiotherapeutischen und myofaszialen (muskulären) Schmerztherapie hat sich gezeigt, dass die umliegende Muskulatur des Grosszehengrundgelenks mit dem TMX® META® nachhaltig behandelt werden kann. Das Triggern und die Mobilisierung mit dem TMX® META® Fusstrigger wirkt der Überlastung dieses Muskelareals entgegen. Es entspannt sich und die Schmerzen nehmen deutlich ab.

Physikalische Therapie

Ultraschall kann die Durchblutung und Heilung im Bereich der Plantaraponeurose fördern. Die Stosswellentherapie ist eine Therapieform, welche bei hartnäckigen Fällen von Plantarfasziitis eingesetzt werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Zudem haben Patienten auch die Möglichkeit eine Behandlung durch Injektionen oder eine Operation in Betracht zu ziehen. Hierfür solltest du ein ausführliches Gespräch mit deinem Arzt führen, welche Behandlungsmethoden zu deinen Beschwerden passen.

Wie kann ich einen Fersensporn verhindern?

Um das Risiko eines Fersensporns und von Fersenschmerzen zu verringern, gibt es einige vorbeugende Maßnahmen, die du ergreifen kannst:

Achte besonders auf geeignetes Schuhwerk. Trage Schuhe, die gut gepolstert sind, das Fußgewölbe stützen und deinem Bein gut passen. Vermeide Schuhe, die zu hohe Absätze haben oder deren Sohlen zu flach sind. Weiter solltest du auf ein gesundes Körpergewicht setzen. So kannst du die Belastung deiner Füsse nachhaltig reduzieren. Bei sportlichen Aktivitäten solltest du die geeignete Fußunterstützung und Schuhe nutzen. Insbesondere bei Aktivitäten mit starker Stoßbelastung, wie z. B. Laufen oder intensives Springen, sind Überlastungen zu vermeiden. Außerdem ist eine passende Aufwärmung vorteilhaft, um die Muskulatur leicht zu dehnen und aufzuwärmen.

In deinen Alltag kannst du Dehnübungen mit integrieren. Schaffe eine Routine, um die Flexibilität der Wadenmuskulatur und der Plantaraponeurose zu verbessern. Bei Fußschmerzen können orthopädische Einlagen empfohlen werden, um die Fußstellung zu korrigieren und die Belastung gleichmäßig zu verteilen. Unser letzter Tipp: Gönne deinen Füßen ausreichend Pausen und Ruhe, um eine Überlastung zu vermeiden. In den meisten Fällen ist der Auslöser für Fersenschmerz, dass wir Menschen uns zu wenig Pausen genehmigen.

Übungen gegen Schmerzen in der Ferse (Plantarfasziitis)

Diese Übung dient der Dehnung der Wadenmuskulatur

Stütze dich mit den Händen an der Wand ab, stelle einen Fuß nach vorne und den Fuß mit der schmerzenden Ferse nach hinten. Achte darauf, dass dein ganzes hinteres Bein gestreckt ist. Die Ferse bleibt ganz auf dem Boden. Drehe dann dein Bein und deinen Fuß leicht nach rechts und links, bis du die Position gefunden hast, in der du den meisten Zug verspürst. Das Knie des hinteren Unterschenkels leicht anwinkeln, um sofort eine stärkere Dehnung in der Wade und im Fußballen wahrzunehmen. Wechsle dann die Seiten, so dass die Wadenmuskeln beider Beine gut gedehnt werden.

Übung zur Dehnung der Fusssohle

Für diese Übung setze dich auf eine Gymnastikmatte und strecke die Beine aus. Dann hebe das Bein mit den Fersenschmerzen leicht an. Umfasse die Zehen mit den Händen und ziehe die Zehen zum Körper. Auf diese Weise dehnt du die Muskeln, die Sehne an der Fußsohle und die Faszien an der gesamten Fußsohle. Mache auch diese Übung regelmäßig und dehne dich mit der Zeit immer intensiver.

TMX® - Partner für alle Fragen rund um Fersenschmerzen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, auf die Gesundheit der Sehnenplatte (Plantarfaszie)und der Füsse inklusive Ferse zu achten. Nur so lassen sich Beschwerden wie ein fersensporn vermeiden. Diese Beschwerden können nicht nur eine Einschränkung der Beweglichkeit, sondern auch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität zur Folge haben. Du kannst dazu beitragen, die Gesundheit deiner Füsse durch gezielte Kräftigungsübungen, regelmässiges Dehnen und das Tragen von geeignetem Schuhwerk zu erhalten. Bei länger andauernden Schmerzen oder Beschwerden sollte jedoch unbedingt ein Arzt oder Facharzt aufgesucht werden, damit eine genaue Diagnose gestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann.

 


Thomas Marx, TMX<sup>®</sup> Gründer, Trigger experte, Osteopath, Physiotherapeut

Autor:
Thomas Marx
Gründer TMX® Trigger GmbH
Trigger Experte, Physiotherapeut, Osteopath, Heilpraktiker, Säuglingsosteopath